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Glossar

99 Fachbegriffe aus allen Kapiteln, alphabetisch sortiert.

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A
Abgeltungssteuer

Eine Steuer auf Kapitalerträge in Deutschland, die die depotführende Bank direkt an der Quelle einbehält und abführt.

→ Kapitel: Steuern (II) Abgeltungssteuer in der Praxis
Ad-hoc-Mitteilung

Eine gesetzlich vorgeschriebene, unverzügliche Veröffentlichung kursrelevanter Informationen durch ein börsennotiertes Unternehmen.

→ Kapitel: Informationen aus erster Hand
Advance/Decline-Linie

Die kumulative Summe der täglichen Differenz zwischen gestiegenen und gefallenen Werten eines Marktes; dient als Gradmesser für die Breite einer Marktbewegung.

→ Kapitel: Marktbreite-Indikatoren
Aktie

Ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft und den Inhaber zum Miteigentümer des Unternehmens macht.

→ Kapitel: Grundlagen der Aktie
Aktienanleihe

Ein strukturiertes Produkt, das einen hohen festen Zinskupon mit dem Risiko einer Rückzahlung in Aktien statt Bargeld kombiniert.

→ Kapitel: Aktienanleihe
Anleihe

Ein Wertpapier, mit dem sich der Emittent Fremdkapital von Anlegern leiht und sich im Gegenzug zu regelmäßigen Zinszahlungen sowie zur Rückzahlung am Laufzeitende verpflichtet.

→ Kapitel: Grundlagen zu Anleihen
Ausgabeaufschlag

Eine einmalige Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen fällig wird und die investierte Summe unmittelbar mindert.

→ Kapitel: Grundlagen des Fondshandels
B
Behavioral Finance

Ein Forschungsfeld, das untersucht, wie psychologische Faktoren und kognitive Verzerrungen das Anlageverhalten und damit die Marktpreise beeinflussen.

→ Kapitel: Behavioral Finance & Marktpsychologie
Bezugsverhältnis

Kennzahl, die festlegt, in welchem Verhältnis ein Zertifikat oder Hebelprodukt den Basiswert abbildet.

→ Kapitel: Gemeinsame Ausstattungsmerkmale
Bollinger-Squeeze

Phase, in der sich die Bänder auf ein historisch niedriges Niveau verengen – ein Vorbote erhöhter Volatilität, jedoch ohne Aussage über die künftige Richtung.

→ Kapitel: Bollinger-Bänder
Bonus-Zertifikat

Ein Zertifikat, das eine Bonuszahlung verspricht, solange der Basiswert eine festgelegte Barriere während der Laufzeit nicht berührt.

→ Kapitel: Bonus-Zertifikat
Boxgröße (Box Size)

Die vordefinierte Mindestkursbewegung, die notwendig ist, um ein neues X oder O zu erzeugen. Sie wird meist an das jeweilige Kursniveau angepasst.

→ Kapitel: Point-&-Figure-Chart
Breakaway Gap

Eine Kurslücke, die beim Ausbruch aus einer Konsolidierungsformation entsteht, oft begleitet von hohem Volumen, und den Beginn eines neuen Trends markiert.

→ Kapitel: Kurslücken (Gaps)
Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Der Gesamtwert aller in einem Land innerhalb einer Periode hergestellten Waren und Dienstleistungen, zentraler Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung.

→ Kapitel: Wichtige Wirtschaftsindikatoren
C
Candlestick

Eine Kerzenchart-Darstellung, die Eröffnungs-, Schluss-, Höchst- und Tiefstkurs einer Handelsperiode in einer einzigen grafischen Kerze zusammenfasst.

→ Kapitel: Candlestick-Muster
Circuit Breaker

Eine automatische Handelsunterbrechung, die ausgelöst wird, wenn ein Kurs oder Index innerhalb kurzer Zeit eine festgelegte Schwankungsgrenze überschreitet – dient der Beruhigung des Marktes.

→ Kapitel: Börsencrashs
Confirmation Bias (Bestätigungsfehler)

Die Tendenz, bevorzugt Informationen wahrzunehmen und zu gewichten, die die eigene bestehende Meinung bestätigen.

→ Kapitel: Behavioral Finance & Marktpsychologie
Contrary Opinion

Eine Anlagephilosophie, die eine übermäßig einseitige Markteinschätzung als Warnsignal für eine bevorstehende Gegenbewegung interpretiert.

→ Kapitel: Contrary Opinion
Cost-Average-Effekt

Der Effekt, dass bei regelmäßigen Käufen mit festem Betrag automatisch mehr Anteile bei niedrigen und weniger Anteile bei hohen Kursen erworben werden, wodurch sich ein gemittelter Einstiegspreis ergibt.

→ Kapitel: Grundlagen zum Einsatz von Sparplänen
D
Death Cross

Kreuzung eines kurzfristigen gleitenden Durchschnitts von oben nach unten durch einen langfristigen gleitenden Durchschnitt – gilt als bärisches Signal.

→ Kapitel: Gleitende Durchschnitte
Deliberate Practice

Gezieltes, strukturiertes Üben einzelner Teilfertigkeiten mit unmittelbarem Feedback – im Unterschied zu bloßer wiederholter Erfahrung, die allein noch keine Leistungssteigerung garantiert.

→ Kapitel: Brett Steenbarger & Trading Performance
Delta

Kennzahl, die angibt, wie stark sich der Preis eines Optionsscheins bei einer kleinen Kursbewegung des Basiswerts verändert.

→ Kapitel: Hebelprodukte ohne Knock-Out: Optionsscheine (Teil 2)
Discount-Zertifikat

Ein Zertifikat, das gegenüber dem Basiswert mit einem Preisabschlag erworben wird, dessen maximale Rückzahlung aber durch einen Cap begrenzt ist.

→ Kapitel: Discount-Zertifikat
Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF)

Ein Bewertungsverfahren, das zukünftige freie Cashflows eines Unternehmens schätzt und auf den heutigen Wert abdiskontiert.

→ Kapitel: Absolute Unternehmensbewertung
Diskontierung

Das Prinzip, dass sämtliche verfügbaren Informationen – fundamentale, politische und psychologische – sich bereits im aktuellen Kurs widerspiegeln.

→ Kapitel: Dow-Theorie & Ursprung der TA
Diversifikation

Die Streuung von Kapital über verschiedene Anlagen, um das Gesamtrisiko eines Portfolios zu reduzieren.

→ Kapitel: Diversifikation
Doji

Eine Kerze mit nahezu identischem Eröffnungs- und Schlusskurs – Ausdruck von Unentschlossenheit zwischen Käufern und Verkäufern.

→ Kapitel: Candlestick-Muster
Doppelbesteuerungsabkommen

Ein zwischenstaatliches Abkommen, das regelt, wie eine doppelte Besteuerung derselben Erträge in zwei Ländern vermieden oder reduziert wird.

→ Kapitel: Steuern (III) Steuern im Ausland
E
Edge

Ein statistischer Vorteil, der über eine ausreichend große Stichprobe von Trades zu einem positiven Erwartungswert führt – ohne dass der Ausgang eines einzelnen Trades vorhersehbar wäre.

→ Kapitel: Mark Douglas & die Psychologie des Handelns
Elliott-Welle

Eine Theorie, wonach sich Marktbewegungen in wiederkehrenden Mustern aus fünf Wellen in Trendrichtung und drei Korrekturwellen entgegen dem Trend entwickeln.

→ Kapitel: Elliott-Wellen-Theorie
Engulfing (Umschließung)

Ein zweiteiliges Kerzenmuster, bei dem der Körper der zweiten Kerze den Körper der ersten vollständig überdeckt – je nach Richtung ein bullisches oder bärisches Umkehrsignal.

→ Kapitel: Candlestick-Muster
ETC (Exchange Traded Commodity)

Ein börsengehandeltes Produkt, das die Preisentwicklung eines Rohstoffs oder Rohstoffkorbs abbildet, oft physisch besichert.

→ Kapitel: Investitionsmöglichkeiten in Rohstoffe
ETF (Exchange Traded Fund)

Ein börsengehandelter Fonds, der meist passiv einen zugrunde liegenden Index nachbildet und fortlaufend wie eine Aktie gehandelt werden kann.

→ Kapitel: Grundlagen zu ETFs
F
Faktor-Zertifikat

Ein Hebelprodukt, das die tägliche Kursveränderung eines Basiswerts mit einem festen, konstanten Hebelfaktor nachbildet.

→ Kapitel: Hebelprodukte ohne Knock-Out: Faktor-Zertifikate
Fibonacci-Retracement

Eine technische Analysemethode, die auf Basis der Fibonacci-Zahlenfolge mögliche Unterstützungs- und Widerstandsniveaus innerhalb einer Kursbewegung berechnet.

→ Kapitel: Fibonacci- & Gann-Techniken
Fill-or-Kill (FOK)

Ein Orderzusatz, der verlangt, dass eine Order sofort vollständig ausgeführt wird, andernfalls wird sie komplett storniert.

→ Kapitel: Weitere Orderzusätze
Flagge (Flag)

Eine kurze, meist leicht gegen den Trend geneigte rechteckige Konsolidierung nach einer starken Kursbewegung, der in der Regel eine Fortsetzung der ursprünglichen Richtung folgt.

→ Kapitel: Trendfortsetzungsformationen
Freistellungsauftrag

Ein Auftrag an die depotführende Stelle, Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei auszuzahlen.

→ Kapitel: Depoteröffnung
Freiverkehr (Open Market)

Ein Marktsegment mit geringeren Zulassungsvoraussetzungen als der regulierte Markt, das sich auch für kleinere oder jüngere Unternehmen eignet.

→ Kapitel: Marktsegmente
Futures-Kontrakt

Ein standardisierter Terminkontrakt, der zur Lieferung bzw. Abnahme einer festgelegten Menge eines Rohstoffs zu einem bestimmten Termin und Preis verpflichtet.

→ Kapitel: Grundlagen des Rohstoffhandels
G
Gap schließen (Fill the Gap)

Bezeichnung dafür, dass der Kurs nachträglich wieder in den durch die Lücke ausgesparten Kursbereich zurückkehrt.

→ Kapitel: Kurslücken (Gaps)
Geschlossener Fonds

Ein Fonds, der für ein konkretes Investitionsvorhaben eine feste Kapitalsumme einsammelt, danach schließt und während der Laufzeit nur eingeschränkt handelbar ist.

→ Kapitel: Geschlossene Fonds
Gleitender Durchschnitt (Moving Average)

Ein technischer Indikator, der den durchschnittlichen Kurs eines Wertpapiers über einen definierten, sich fortlaufend verschiebenden Zeitraum darstellt und Trends glättet.

→ Kapitel: Gleitende Durchschnitte
Gold-Silber-Verhältnis

Kennzahl, die angibt, wie viele Unzen Silber dem Preis einer Unze Gold entsprechen, häufig als Bewertungsindikator zwischen beiden Metallen genutzt.

→ Kapitel: Silber
Golden Cross

Kreuzung eines kurzfristigen gleitenden Durchschnitts von unten nach oben durch einen langfristigen gleitenden Durchschnitt – gilt als bullisches Signal.

→ Kapitel: Gleitende Durchschnitte
H
Hebel

Kennzahl, die angibt, um wie viel stärker sich ein Hebelprodukt im Vergleich zum direkten Investment in den Basiswert prozentual bewegt.

→ Kapitel: Hebelprodukte mit Knock-Out: Hebel und Barriere
High Volume Node (HVN)

Ein Kursbereich im Volume Profile mit überdurchschnittlichem gehandeltem Volumen – wirkt häufig als Unterstützung oder Widerstand.

→ Kapitel: Volume Profile
I
Impulswelle

Eine Kursbewegung in Richtung des übergeordneten Trends innerhalb der Elliott-Wellen-Zählung, nummeriert von 1 bis 5.

→ Kapitel: Elliott-Wellen-Theorie
Index

Ein statistischer Wert, der die Kursentwicklung eines ausgewählten Korbs von Wertpapieren zusammenfasst und die Entwicklung eines Marktes oder Marktsegments auf einen Blick abbildet.

→ Kapitel: Grundlagen der Indizes
Initial Balance

Die Handelsspanne der ersten Stunde einer Session im Market Profile, die als Referenzrahmen für den weiteren Sessionsverlauf dient.

→ Kapitel: Market Profile
Intermarket-Analyse

Die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Währungen.

→ Kapitel: Intermarket-Analyse
Investmentfonds

Ein Vehikel, das Kapital vieler Anleger bündelt und es gemeinschaftlich nach einer festgelegten Anlagestrategie in ein diversifiziertes Portfolio investiert.

→ Kapitel: Grundlagen zu Fonds
ISIN

Ein zwölfstelliger, international standardisierter Code aus Ländercode, Kennnummer und Prüfziffer, der ein Wertpapier weltweit eindeutig identifiziert.

→ Kapitel: WKN und ISIN
K
Kapitalschutz-Zertifikat

Ein Zertifikat, das dem Anleger am Laufzeitende die Rückzahlung eines Mindestbetrags zusichert, meist auf Kosten der Renditechance.

→ Kapitel: Kapitalschutz-Zertifikat
Knock-out-Produkt

Ein Hebelprodukt, das automatisch verfällt, sobald der Basiswert eine festgelegte Kursschwelle (Barriere) erreicht.

→ Kapitel: Hebelprodukte mit Knock-Out: Grundlagen
Korrelation

Ein statistisches Maß für den linearen Zusammenhang zweier Größen auf einer Skala von −1 bis +1.

→ Kapitel: Statistik-Grundlagen für TA
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Kennzahl, die den aktuellen Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt und eine grobe Einschätzung ermöglicht, wie teuer eine Aktie im Verhältnis zu ihrer Ertragskraft ist.

→ Kapitel: Bewertung von Aktien
L
Limit-Order

Ein Ordertyp, der nur zu einem vom Anleger festgelegten Preis oder besser ausgeführt wird.

→ Kapitel: Limit-Order
Long Straddle

Der gleichzeitige Kauf einer Call- und einer Put-Option mit identischem Basispreis und identischer Fälligkeit – eine Wette auf eine hohe Kursbewegung unabhängig von deren Richtung.

→ Kapitel: Straddle
Long Strangle

Der gleichzeitige Kauf eines aus dem Geld liegenden Call und eines aus dem Geld liegenden Put mit gleicher Fälligkeit, aber unterschiedlichen Basispreisen.

→ Kapitel: Strangle
Low Volume Node (LVN)

Ein Kursbereich im Volume Profile mit unterdurchschnittlichem gehandeltem Volumen – der Kurs durchquert ihn tendenziell schnell.

→ Kapitel: Volume Profile
M
MACD

Ein Trendfolge- und Momentum-Indikator, der die Differenz zweier exponentieller gleitender Durchschnitte abbildet, ergänzt um eine Signallinie.

→ Kapitel: Oszillatoren & Momentum
Magisches Dreieck

Modell, das die drei miteinander konkurrierenden Anlageziele Rentabilität, Sicherheit und Liquidität beschreibt, von denen sich nicht alle drei gleichzeitig maximieren lassen.

→ Kapitel: Magisches Dreieck der Anlageziele
Market-Order

Ein Ordertyp, der ohne Preislimit sofort zum nächstbesten verfügbaren Kurs ausgeführt wird.

→ Kapitel: Market-Order
Marktkapitalisierung

Der Gesamtwert aller ausgegebenen Aktien eines Unternehmens zum aktuellen Börsenkurs, errechnet als Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der Aktien.

→ Kapitel: Marktkapitalisierung
Marktzyklus

Ein sich wiederholendes Muster aus Auf- und Abschwungphasen eines Marktes, das über unterschiedlich lange Zeiträume auftreten kann.

→ Kapitel: Zyklen (Cycles)
McClellan Oszillator

Ein Marktbreite-Indikator, der aus der Differenz zweier exponentiell geglätteter Durchschnitte der täglichen Netto-Vorschusszahl berechnet wird.

→ Kapitel: Marktbreite-Indikatoren
Meistausführungsprinzip

Grundprinzip der Kursfeststellung, wonach sich der Kurs an dem Punkt bildet, an dem sich die größtmögliche Menge an Kauf- und Verkaufsorders ausführen lässt.

→ Kapitel: Kurse und ihre Berechnung
N
Nackenlinie (Neckline)

Die Verbindungslinie der Zwischentiefs (bei SKS) bzw. Zwischenhochs (bei inverser SKS), deren Bruch die Formation bestätigt.

→ Kapitel: Trendumkehrformationen
Nullkuponanleihe (Zero Bond)

Eine Anleiheform ohne laufende Zinszahlungen, deren Rendite sich allein aus dem Abschlag zwischen Kaufpreis und Nennwert ergibt.

→ Kapitel: Arten von Anleihen
O
OHLC

Open, High, Low, Close – die vier Kernpreise, die eine Handelsperiode vollständig beschreiben.

→ Kapitel: Chartarten im Überblick
Open Interest

Die Anzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt offenen, noch nicht glattgestellten Terminkontrakte – existiert nur bei Futures und Optionen.

→ Kapitel: Volumen & Open Interest
Optionsschein

Ein Wertpapier, das dem Inhaber das Recht, nicht aber die Pflicht verbrieft, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

→ Kapitel: Hebelprodukte ohne Knock-Out: Optionsscheine (Teil 1)
OTC (Over the Counter)

Außerbörslicher Handel, bei dem Wertpapiere direkt zwischen zwei Parteien gehandelt werden, ohne eine zentrale Börse als Vermittler.

→ Kapitel: Außerbörslicher Handel OTC
P
Partizipationszertifikat

Ein Zertifikat, das die Wertentwicklung eines Basiswerts, meist eines Index, nahezu eins zu eins ohne Hebel nachbildet.

→ Kapitel: Index-/Partizipation-Zertifikat
Point of Control (POC)

Das Kursniveau mit dem höchsten gehandelten Volumen innerhalb des betrachteten Zeitraums – wirkt häufig als starker Referenzpunkt für nachfolgende Kursbewegungen.

→ Kapitel: Volume Profile
Polaritätswechsel (Role Reversal)

Das Phänomen, bei dem ein durchbrochenes Widerstandsniveau seine Funktion umkehrt und fortan als Unterstützung wirkt.

→ Kapitel: Unterstützung & Widerstand
Put/Call-Ratio

Das Verhältnis des gehandelten Volumens von Put- zu Call-Optionen; dient als Messgröße für die Absicherungs- bzw. Optimismusneigung der Marktteilnehmer.

→ Kapitel: Sentiment-Indikatoren
R
R-Multiple

Das Ergebnis eines Trades ausgedrückt als Vielfaches des anfänglich riskierten Betrags R. Ein Gewinn von 300 bei einem Risiko von 100 entspricht beispielsweise 3R.

→ Kapitel: Van Tharp & Positionsgrößenbestimmung
Relative Stärke

Der Vergleich der Kursentwicklung eines Wertpapiers oder Sektors mit einer Benchmark, unabhängig von dessen absoluter Kursrichtung.

→ Kapitel: Relative Stärke
Rendite bis zur Fälligkeit (Yield to Maturity)

Kennzahl, die Kupon, Kursabstand zum Nennwert und Restlaufzeit einer Anleihe zu einer einzigen erwarteten Gesamtrendite zusammenfasst.

→ Kapitel: Anleihenkurse
Retracement

Eine teilweise Rückbewegung des Kurses gegen die vorherrschende Trendrichtung, häufig in Fibonacci-Prozentsätzen gemessen.

→ Kapitel: Fibonacci- & Gann-Techniken
Risikoprämie

Der zusätzliche erwartete Ertrag, den Anleger für die Übernahme eines höheren Risikos gegenüber einer risikoärmeren Anlage verlangen.

→ Kapitel: Mehr Rendite bedeutet mehr Risiko
RSI (Relative Strength Index)

Ein von J. Welles Wilder entwickelter Oszillator auf einer Skala von 0 bis 100 zur Messung überkaufter (>70) bzw. überverkaufter (<30) Marktzustände.

→ Kapitel: Oszillatoren & Momentum
S
Saisonalität

Wiederkehrende Kursmuster innerhalb eines Kalenderjahres, die unabhängig vom übergeordneten Trend auftreten.

→ Kapitel: Zyklen (Cycles)
Sharpe Ratio

Eine Kennzahl, die die erzielte Überrendite einer Anlage ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko (gemessen an der Volatilität) setzt.

→ Kapitel: Die wichtigsten Kennzahlen von Fonds
Sparer-Pauschbetrag

Ein jährlicher Freibetrag, bis zu dem Kapitalerträge in Deutschland steuerfrei bleiben.

→ Kapitel: Steuern (I) Wertpapiere und Steuern
Standardabweichung

Ein statistisches Maß für die Streuung von Kursen um ihren Mittelwert, häufig als Indikator für die Volatilität eines Wertpapiers verwendet.

→ Kapitel: Statistik-Grundlagen für TA
Stop-Limit-Order

Ein Ordertyp, der einen Auslösekurs (Stop) mit einem zusätzlichen Preislimit für die tatsächliche Ausführung kombiniert.

→ Kapitel: Stop-Limit-Order
Stop-Market-Order

Ein Ordertyp, der erst bei Erreichen eines festgelegten Stop-Kurses aktiv wird und sich dann automatisch in eine Market-Order verwandelt.

→ Kapitel: Stop-Market-Order
Synthetische Replikation

Methode der Indexnachbildung, bei der ein ETF die Wertentwicklung des Index nicht durch direkten Kauf der Indexbestandteile, sondern über Swap-Geschäfte abbildet.

→ Kapitel: Arten von ETFs
T
TPO (Time Price Opportunity)

Die kleinste Baueinheit des Market Profile: ein Zeitblock (meist 30 Minuten), der jedem in dieser Zeit erreichten Kursniveau zugeordnet wird.

→ Kapitel: Market Profile
Tracking Error

Kennzahl, die misst, wie stark die tatsächliche Wertentwicklung eines ETFs von der des nachgebildeten Index abweicht.

→ Kapitel: Zusätzliche Informationen zu ETFs
Trailing-Stop-Order

Ein Ordertyp, dessen Stop-Kurs sich automatisch bei günstiger Kursentwicklung nachzieht, bei ungünstiger Entwicklung aber fix bleibt.

→ Kapitel: Intelligente Ordertypen
Trendkanal

Zwei parallele Linien, die einen Trend nach oben und unten begrenzen – gebildet aus der Trendlinie und einer versetzten Parallelen auf der Gegenseite.

→ Kapitel: Markttrends & Trendlinien
V
Value Area (VA)

Der Kursbereich, der rund 70 % der TPOs bzw. des Handelsvolumens einer Session umfasst und damit die vom Markt am breitesten akzeptierte Preiszone markiert.

→ Kapitel: Market Profile
Volumen

Die Anzahl der innerhalb eines Zeitraums gehandelten Wertpapier- oder Kontraktanteile – ein Indikator für die Marktaktivität und die Validität einer Kursbewegung.

→ Kapitel: Volumen & Open Interest
Vorzugsaktie

Eine Aktiengattung, die in der Regel auf das Stimmrecht verzichtet, dafür aber meist eine höhere oder bevorzugte Dividende gewährt.

→ Kapitel: Arten von Aktien
Z
Zertifikat

Eine strukturierte Schuldverschreibung, deren Rückzahlung von der Entwicklung eines zugrunde liegenden Basiswerts abhängt.

→ Kapitel: Grundlagen der Zertifikate