Indikatoren, Sentiment & Statistik
Sentiment-Indikatoren
Sentiment-Indikatoren versuchen, die vorherrschende Stimmung der Marktteilnehmer quantitativ zu erfassen, um Rückschlüsse auf mögliche Trendfortsetzungen oder -umkehrungen zu ziehen.
Kernpunkte
- —Put/Call-Ratio: Verhältnis gehandelter Put- zu Call-Optionen – hohe Werte deuten auf ausgeprägte Absicherungs- bzw. Pessimismus-Neigung hin, niedrige Werte auf Optimismus.
- —Volatilitätsindizes (z. B. VIX): leiten die vom Markt erwartete Schwankungsbreite aus Optionspreisen ab; hohe Werte fallen häufig mit Angst und Marktstress zusammen, niedrige mit Sorglosigkeit.
- —Investorenumfragen: regelmäßige Erhebungen zur direkten Selbsteinschätzung von Marktteilnehmern als bullisch, bärisch oder neutral.
- —Commitments-of-Traders-Report (COT): zeigt die Positionierung unterschiedlicher Marktteilnehmergruppen – etwa kommerzielle Akteure und Großspekulanten – in Terminmärkten.
- —Aggregierte Indizes wie Fear-&-Greed-Indizes fassen mehrere Sentiment-Kennzahlen zu einem Gesamtbild zusammen.
- —Sentiment-Daten werden typischerweise als Kontraindikator an Extremen interpretiert, nicht als direktes Signal bei neutralen Werten.
Put/Call-Ratio
Das Verhältnis des gehandelten Volumens von Put- zu Call-Optionen; dient als Messgröße für die Absicherungs- bzw. Optimismusneigung der Marktteilnehmer.
Merksatz
Sentiment-Indikatoren liefern die Datenbasis, auf der die Contrary-Opinion-Theorie im folgenden Kapitel aufbaut.