Chartformationen
Kurslücken (Gaps)
Eine Kurslücke (Gap) entsteht, wenn der Kurs zwischen zwei Handelsperioden ohne Handelsaktivität in der Zwischenzone springt – der Eröffnungskurs liegt außerhalb der Handelsspanne der Vorperiode.
Kernpunkte
- —Common Gap: tritt innerhalb einer bestehenden Handelsspanne auf, hat meist geringe Aussagekraft und wird häufig rasch wieder geschlossen.
- —Breakaway Gap: entsteht beim Ausbruch aus einer Konsolidierungsformation, oft begleitet von hohem Volumen, und markiert den Beginn eines neuen Trends.
- —Runaway Gap (Measuring Gap): tritt in der Mitte eines bestehenden Trends auf und bestätigt dessen Fortsetzung; kann zur Kurszielprojektion dienen.
- —Exhaustion Gap: erscheint gegen Ende eines starken Trends, oft mit hohem Volumen, und signalisiert häufig eine bevorstehende Erschöpfung der Bewegung.
- —Island Reversal: entsteht durch zwei gegenläufige Gaps, die eine isolierte Kursinsel einschließen – gilt als starkes Umkehrsignal.
- —Faustregel 'Gaps werden geschlossen': Der Kurs füllt eine Kurslücke später häufig wieder auf; Ausnahmen bilden vor allem Breakaway- und Runaway-Gaps.
Gap schließen (Fill the Gap)
Bezeichnung dafür, dass der Kurs nachträglich wieder in den durch die Lücke ausgesparten Kursbereich zurückkehrt.
Merksatz
Die vier Gap-Typen lassen sich am besten über ihre Position im Trendverlauf einprägen: Beginn (Breakaway), Mitte (Runaway), Ende (Exhaustion).