Grundlagen der Börse
Börsencrashs
Ein Börsencrash bezeichnet einen abrupten, massiven Kurseinbruch an den Finanzmärkten, oft ausgelöst durch eine Kombination aus Überbewertung, Vertrauensverlust und Panikverkäufen.
Kernpunkte
- —Historische Beispiele: der Schwarze Donnerstag 1929, der Schwarze Montag 1987, das Platzen der Dotcom-Blase 2000/2001 und die globale Finanzkrise 2008.
- —Crashs folgen häufig auf Phasen spekulativer Übertreibung, in denen Kurse deutlich über ihren fundamental gerechtfertigten Wert steigen (Blasenbildung).
- —Panikverkäufe können sich selbst verstärken: Fallende Kurse lösen weitere Verkäufe aus, was den Kursverfall zusätzlich beschleunigt.
- —Automatisierte Handelssysteme und Programmhandel können abrupte Bewegungen in sehr kurzer Zeit verstärken (z. B. Flash Crashs).
- —Börsenaufsichten reagieren auf Crashs häufig mit Notfallmaßnahmen wie Handelsunterbrechungen (Volatility Interruptions, „Circuit Breaker“).
Circuit Breaker
Eine automatische Handelsunterbrechung, die ausgelöst wird, wenn ein Kurs oder Index innerhalb kurzer Zeit eine festgelegte Schwankungsgrenze überschreitet – dient der Beruhigung des Marktes.