Strategie
Strangle
Ein Strangle ähnelt dem Straddle, verwendet jedoch unterschiedliche Basispreise für Call und Put – typischerweise liegen beide außerhalb des Geldes (Out of the Money). Das macht die Strategie günstiger, erfordert im Gegenzug aber eine größere Kursbewegung, um profitabel zu sein.
Long Strangle: Auszahlungsprofil
Gewinn/Verlust bei Fälligkeit
Kernpunkte
- —Long Strangle: Kauf eines Call mit höherem Strike und eines Put mit niedrigerem Strike, gleiche Fälligkeit – beide Optionen liegen meist aus dem Geld.
- —Geringere Prämie als beim Straddle, da OTM-Optionen günstiger sind – dafür liegen die beiden Breakeven-Punkte weiter auseinander.
- —Maximalverlust beim Long Strangle: begrenzt auf die gezahlte Gesamtprämie.
- —Short Strangle: Verkauf von OTM-Call und OTM-Put – erzeugt eine breitere Gewinnzone als ein Short Straddle, birgt aber weiterhin theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko.
- —Die Wahl der Strike-Abstände bestimmt das Verhältnis von Prämie zu benötigter Kursbewegung: engere Strikes sind teurer, aber leichter profitabel, weitere Strikes günstiger, aber schwerer profitabel.
- —Wie beim Straddle ist die implizite Volatilität die entscheidende Bewertungsgröße für Kauf- oder Verkaufsentscheidungen.
Long Strangle
Der gleichzeitige Kauf eines aus dem Geld liegenden Call und eines aus dem Geld liegenden Put mit gleicher Fälligkeit, aber unterschiedlichen Basispreisen.
Breakeven-Punkte (Long Strangle)
Oberer Breakeven = Call-Strike + Gesamtprämie · Unterer Breakeven = Put-Strike − Gesamtprämie
Merksatz
Strangles werden gegenüber Straddles oft bevorzugt, wenn eine große Bewegung erwartet wird, ihr genauer Umfang aber unsicher ist – die geringeren Kosten kompensieren teilweise die höhere nötige Kursbewegung.