Chartdarstellung
Point-&-Figure-Chart
Der Point-&-Figure-Chart (P&F) ist eine der ältesten Chartformen der technischen Analyse. Er blendet die Zeitachse vollständig aus und bildet ausschließlich signifikante Kursbewegungen ab – frei von Marktrauschen.
Kernpunkte
- —Es zählt nur die Kursbewegung: Eine neue Spalte entsteht ausschließlich bei einem Richtungswechsel, unabhängig davon, wie viel Zeit vergangen ist.
- —X-Spalten stehen für steigende, O-Spalten für fallende Kurse.
- —Die Boxgröße (Box Size) legt fest, welche Mindestbewegung nötig ist, um ein neues X oder O zu setzen.
- —Der Umkehrbetrag (Reversal Amount) – meist 3 Boxen – bestimmt, ab wann von einer X- in eine O-Spalte gewechselt wird (oder umgekehrt).
- —Klassische Umkehrformationen wie das Doppel-Top bzw. Doppel-Bottom wurden ursprünglich im P&F-Format entwickelt, bevor sie auf andere Chartarten übertragen wurden.
- —Die horizontale Kurszählung (Horizontal Count) einer Konsolidierungszone dient – analog zur Höhenformel bei Balkencharts – zur Kurszielprojektion.
Boxgröße (Box Size)
Die vordefinierte Mindestkursbewegung, die notwendig ist, um ein neues X oder O zu erzeugen. Sie wird meist an das jeweilige Kursniveau angepasst.
Standard-Umkehrbetrag
3-Box-Reversal: ein Spaltenwechsel erfolgt erst, wenn sich der Kurs um mindestens 3 × Boxgröße in die Gegenrichtung bewegt.
Merksatz
Weil Zeit und geringfügiges Rauschen ausgeblendet werden, gilt P&F als besonders klar für die Definition von Unterstützung, Widerstand und Ausbruchsniveaus – ein hilfreicher Vergleichspunkt zu Balken- und Candlestick-Charts.